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kaktus-sticht.deAlles Wissenswerte über Kakteen

Welche Erde sollte man für Kakteen verwenden?

Mineralisch oder organomineralisch: wie Kakteenerde zusammengesetzt sein muss, mit erprobter Mischung und Hinweisen gegen Schimmel.

Kakteen sind sehr spezielle und auch besondere Pflanzen. Sie sind wahre Spezialisten in ihren Lebensräumen, die teilweise sehr lange ohne Wasser auskommen. Dafür reagieren sie aber sehr sensibel auf die Erde in der sie wachsen. Der folgende Text beschreibt, was du beim Einpflanzen und Umtopfen von Kakteen beachten solltest.

Welche Erde eignet sich für meinen Kaktus?

Weltweit gibt es circa 1.800 Kaktusarten aus 140 Gattungen. Um zu verstehen, welche Erde für Kakteen geeignet ist, musst du zunächst den natürlichen Lebensraum der Pflanzen beachten. Denn es gibt Kakteen, die Regenwäldern wachsen und auch solche, die in Wüsten zu finden sind. Allein das zeigt schon, dass die verschiedenen Arten unterschiedliche Bedingungen an ihre Umwelt und eben auch an die Erde stellen.

Wie sollte eine gute Kakteenerde Zusammensetzung aussehen?

Wie auch normale Blumenerde befinden sich zumeist auch in Kaktuserde sowohl einige organische wie auch einige mineralische Komponenten. Erstere sind Stoffe, die durch den Abbau beziehungsweise durch sogenannte Ausscheidungsprodukte diverser pflanzlicher, tierischer und auch mikrobiologischer Organismen entstehen. Sie werden häufig auch einfach als Humus bezeichnet. Wenn du den Anteil dieser Stoffe in der Erde erhöhen willst, kannst du Kompost , Mist oder bestimmte Pflanzenreste verwenden.

Kakteenerde mit Kaktus

Kakteen im Topf

Was bewirkt mineralische Kakteenerde?

Viele Kakteen brauchen eine besonders mineralische Erde , die nur einen geringen Humusanteil hat. Sie hat einen direkten Einfluss auf das Aussehen, die Struktur und auch auf die jeweiligen physikalischen Eigenschaften des Bodens. Einige mineralische Zuschlagstoffe haben zum Beispiel einen positiven Einfluss auf das Wasserspeichervermögen und den pH Wert der Erde. Zudem können sie auch wertvolle Spurenmineralien enthalten. Die häufigsten Zuschlagstoffe in Kakteenerde sind:

  • Perlite

  • Lehm

  • Vermiculit

  • Bimskies

  • Blähschiefer

  • Blähton

  • Bimssand

  • Zeolith

  • Quarzsand und

  • Lavakies

Teilweise werden bei der Herstellung der Erde auch noch diverse weitere Zuschlagstoffe verwendet, wie zum Beispiel Holzkohle , Ziegelsplit und Pflanzenkohle.

Die ideale Erde für Kakteen

Wenn du herausfinden willst, welche Erde sich für deinen Kaktus eignet, musst du schauen, wo dieser in der Natur normalerweise wächst. Einige Arten der Familie der Aztekium wachsen vorwiegend an sehr trocken und sonnigen Standorten im Gebirge Mexikos. Daher macht es Sinn, ein Substrat oder eine Erde zu verwenden, die zum Großteil aus mineralischen Bestandteilen mit besonders hohen Kalkanteilen besteht. Allerdings gibt es auch Sorten, die in tropischen oder sogar subtropischen Gebieten in Mittelamerika wachsen, wie zum Beispiel Exemplare der Gattung Selenicereus. Diese bevorzugen sonnige oder halbschattige Plätze , an denen mehr Feuchtigkeit vorherrscht.

Daraus kannst du also folgern, dass eine gute Kaktuserde sowohl aus organischen Bestandteilen (zum Beispiel Blumenerde, Kompost oder Mutterboden) und auch zu einem etwas geringeren Teil aus den oben erwähnten mineralischen Zuschlagstoffen bestehen sollte.

Kaktus umtopfen

Wann sollte man Kakteen umtopfen?

Ob du deinen Kaktus umtopfen solltest, kannst du oft daran erkennen, dass er einfach zu groß geworden ist. In diesem Fall siehst du kaum noch Erde, weil diese von der Pflanze überdeckt wird. Zudem kannst du den Topf auch anheben und schauen, ob die Wurzeln bereits unten aus den Wasserabzugslöchern wachsen. Auch dann ist es Zeit, den Kaktus in einen größeren Topf zu pflanzen. Dasselbe gilt auch für den Fall, dass die Erde bereits sehr ausgelaugt und ein wenig verdichtet wirkt. Achte beim Umtopfen aber darauf, dass du dich nicht an den Stacheln stichst. Am besten trägst du dabei robuste Handschuhe.

Was ist organomineralische Kaktuserde?

Neben den Kaktusarten, die Trockenheit bevorzugen, gibt es auch solche, die gerne in gemäßigten Gebieten wachsen, wie zum Beispiel der Pilosocereus , der Echinopsis (auch Bauernkaktus genannt) oder der Chamaecereus. Diese Exemplare brauchen nicht nur die mineralischen Bestandteile , sondern vor allem organische Bestandteile. Denn sie haben in der Regel einen höheren Nährstoffumsatz und auch mehr Wasser für ihren Pflanzenstoffwechsel. Das solltest du unbedingt beachten, wenn du eine passende Kakteenerde auswählst.

Würden diese Kakteen keine organischen Mineralien erhalten, könnten die Wurzeln nicht genug Nährstoffe aufnehmen. Das hätte dann ein sogenanntes Vergeilen zur Folge. Kaktuserde, die sowohl mineralische wie auch aus organische Bestandteile enthält, wird als sogenannte organomineralische Kakteenerde bezeichnet. Sie muss das Wasser und alle wichtigen Nährstoffe möglichst lange speichern. Zudem sollte sie auch möglichst durchlässig sein, damit keine Staunässe entsteht und sich in der Kaktus Erde Schimmel ansammelt. Eine gute Kakteenerde kann zum Beispiel so zusammengesetzt sein:

  • 50 Prozent normale Universalblumenerde

  • 25 Prozent Quarzsand

  • 15 Prozent Bims und

  • 10 Prozent Perlite

Einem solchen Erde Sand Gemisch brauchst du gerade am Anfang noch keinen Dünger zufügen, da die Universalerde zumeist mit vielen wichtigen Nährstoffen versetzt ist. Erst nach sechs bis acht Wochen verwendest du dann wie gewohnt ein Mittel, dass sich speziell für Kakteen eignet.

Wie vermeide ich dass die Erde schimmelt?

Wenn du bemerkst, dass sich in deiner Kaktus Erde Schimmel befindet, solltest du die Pflanze zunächst einmal weniger gießen. Zudem solltest du vermeiden, dass dies immer wieder geschieht. Hierfür solltest du die Kaktuserde regelmäßig etwas auflockern. Dadurch sorgst du dafür, dass sie wieder besser durchlüftet wird.

Im Video erklärt

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